Tag Archive: LaTeX-Hack


Ich versuche, wann immer möglich, meinen Quellcode von den hier veröffentlichten Dokumenten bereitzustellen. Dazu habe ich mir überlegt, dass ich einfach die Quelldateien mit in das erzeugte PDF einbauen könnte. Hierfür nutze ich das Paket attachfile. Auf diese Weise sind keine größeren Änderungen in meinen Arbeitsabläufen nötig. Ich muss nur einmal definieren, welche Quelldateien ich anhängen möchte. Die Dateien lassen sich dann beispielsweise mit pdftk $file.pdf unpack_files oder mit Programmen wie Adobe Reader extrahieren.

Ob Quelldateien eingebunden sind, steht in einer Tabelle (Informationen zu den Quelldateien) im Anhang.

Älterer Quellcode ist natürlich nicht meinem aktuellen Programmierstil angepasst. Das würde ich heute alles etwas anders machen (was ich wahrscheinlich in einem Jahr auch über meinen jetzigen Quellcode sagen würde).

Den Quellcode, den ich in allen Dokumenten verwende, also meine Pakete, werde ich später noch veröffentlichen.
Damit sollte klar sein, dass sich aus dem bislang eingebeteten Quellcode nicht einfach ein PDF erzeugen lässt, das genau gleich aussieht, wie meines. Ich integriere zurzeit nur den Quellcode zu den Inhalten. Dinge wie die Präambel sind in der Regel nicht eingebunden.

Ein Grund für mich meinen LaTeX-Quellcode freizugeben, ist die einfache Weiterverwendung und Abwandlung der mit TikZ erstellten Grafiken (bitte nach Möglichkeiten meine verwendete Lizenz beachten). Außerdem möchte ich das Nachschauen von Implementierungen vereinfachen. (Aus leidvoller Erfahrung: Man findet in irgendwelchen LaTeX-Dokumenten schöne Lösungen für Probleme, kann aber nicht nachschauen, wie diese umgesetzt wurden.)

Ich habe vor Kurzem einen hypothetischen Brief für Deutsch geschrieben. Der Brief ist eine Mitteilung einer Romanfigur an eine Zweite. Es geht um den Roman Grafeneck von Rainer Gross.

Die Aufgabe war folgende:
„Gern würde er aussteigen und zu ihr nach Hause kommen. In der kleinen Küche sitzen und einen Kaffe trinken. Ihr von allem erzählen.“ (Seite 164)
Mauser sitzt im Auto vor Veronikas Haus, kann sich aber nicht überwinden, seinem Bedürfnis nachzugeben und ihr alles persönlich zu erzählen. Stattdessen geht er nach Hause und schreibt ihr einen Brief, in dem er auf die Ereignisse der vergangenen Tage, seinen Vater und seine Befürchtungen eingeht.

grafeneck-brief_von_mauser_an_veronika.pdf
Ich hab in dem Brief versucht, Mausers Sprach- beziehungsweise Schreibstil anzunehmen. Deswegen fehlt beispielsweise bei vielen Wörtern am Ende ein „e“.

Eine Umsetzung dieser Aufgabe von Mathis ist hier abrufbar.

Der Brief ist mit der LaTeX Dokumentklasse scrlttr2 entstanden.
Für die Unterschrift auf Seite vier habe ich folgende Kommandos in die Präambel (genauer gesagt in eine Letter-Class-Option-Datei. Siehe scrguide.pdf, texdoc scrguide) geschrieben, die dafür sorgen, dass das Bild mit der Unterschrift an die passende Stelle gesetzt wird. Wenn man eine PNG Datei mit transparentem Hintergrund benutzt, ist es sogar möglich, die Unterschrift über den computergeschriebenen Text zu legen.

\renewcommand{\raggedsignature}{\raggedright}
\makeatletter\@setplength{sigbeforevskip}{1.3cm}\makeatother
\setkomavar{signature}{\hspace{2em}Dein Lenz, \usekomavar{fromname} \\[-3.6em]
	\hspace{0.3em}\includegraphics[width=6cm]{files/signature/2-bg-rm}\vspace{-0.3cm}}

Besonders das letzte Kommando ist ein kleiner Hack. Das Kommando sorgt dafür, dass beim expandieren von \usekomavar{signature} beziehungsweise \end{letter} erst die Unterschrift gesetzt wird und dann wird ein negativer vertikaler Zwischenraum eingefügt. Dadurch liegt das Bild dann über der Schrift. Ist also etwas Frickelig.