Category: Klasse 10


Für die Absch(l)usszeitung, die am Ende dieses Schuljahres in einer 130 Ausgaben starken Auflage gedruckt wurde und an dessen Entstehung ich beteiligt war, habe ich mit noch jemand aus meiner Klasse eine Zusammenfassung für das Landvermessungspraktikum in Klasse zehn geschrieben, die ich in diesem Artikel veröffentliche. Weitere Teile der Abschlusszeitung werde ich hier nicht veröffentlichen.

Am Ende der Klasse zehn war es endlich so weit, das Landvermessungspraktikum stand bevor. Es begann erst mal mit einer theoretischen Phase, mit der Einführung in die klassische Landvermessung mit Nivelliergerät und Theodolit. Nach der Einführung übten wir auf dem Schulhof. Schon die vergangenen Schuljahre hat man immer wieder eine zehnte Klasse gesehen, die das Schulgelände zum x-ten Mal zu vermessen schien, aber erst da verstand man es wirklich. Das Wetter spielte gut mit und brachte uns die wärmsten Temperaturen. Die letzten paar Tage, bevor es dann für zehn Tage nach Furtwangen gehen würde, waren wir nur noch am üben, um die verschiedenen Messtechniken zur Perfektion zu bringen.
In Furtwangen, im Schwarzwald besser gesagt unserer Herberge Schlempen ging es dann erst richtig los. Wir wohnten alle in der Herberge, mit Ausnahme von Herr Steingraber und seiner Hundin Walli, der sich lieber dazu entschied, einen kleinen Wohnwagen mitzubringen, da man dort mehr Ruhe als in einem Gebäude voller Jugendlichen finden kann. Umgeben waren wir von einigen Hütten, Natur und Wäldern, Studenten und weiteren Waldorfschülern aus Überlingen.
Nach der Ankunft genossen manche sichtlich erfreut die Einsamkeit, andere rannten verzweifelt mit ihren Handys in der Hand umher, in der Hoffnung, dass sie auf Empfang treffen und nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten sein würden (es gab Handyempfang – GSM). Schließlich bezogen wir aber alle unsere Zimmer und erwarteten den ersten Tag.
In Dreiergruppen fingen wir dann mit dem Vermessen an, welches sich als sehr kräftezehrende Sache erwies. Denn jeder wusste, dass sobald eine kleine Ungenauigkeit auftritt das spätere Endergebnis nicht mehr passt und man nochmals von vorne beginnen muss. Trotz der manchmal aufzubringenden Motivation machte es letztendlich jedem Mal Spaß und die Teams wurden durch die ständige Zusammenarbeit immer besser und schneller im Vermessen.
Ein ständiger Begleiter des Tages war das von jedem geliebte „Mörderspiel“. Zu Beginn des Tages, wenn auch endlich die letzten Schlafmützen aufgetaucht waren, zog jeder eine Spielkarte. Wer eines von vier Assen gezogen hatte, war der Mörder. Er musste vier Personen mit einer möglichst geschickten Mordstrategie um die Ecke ähm … die Karte zeigen. Wurde der Mörder am Ende des Tages nicht enttarnt, wurde dieser fürstlich mit einer Tafel Schokolade entlohnt. Mörder, die enttarnt wurden, mussten Zahlen, ebenso wie jeder der einen falschen verdächtigt hatte. Dieses Spiel brachte so manchen auf Hochtouren, indem man sich immer bessere Strategien überlegte. So dachte man oft zweimal darüber nach, ob man nun allein ins Haus auf die Toilette gehen möchte, an einen Ort ohne Zeugen, die den Mörder später entlarven könnten.
Am Ende der Zeit in Schlempen, zeigte uns noch eine Studentengruppe mit dessen Professor, wie man auf moderne Art ein Gebiet vermessen kann. Sie zeigten uns, wie man mit den Satellitennavigationssystemen GPS und GLONASS zentimetergenau eine Fläche vermisst. Auch wie sich mit Laser und etwas Mathematik die Höhe eines Strommasten ermittelt lässt. Zum Ende hin gab es noch einen Grillabend, an dem man die Messgeräte mal anders verwendete, zu einem Teleskop umfunktioniert waren die ständigen Begleiter mal wieder richtig interessant.
Das Ergebnis von diesen mehr als drei Wochen voll harter Arbeit, war für jeden eine handgezeichnete Karte von dem vermessenen Gebiet (Karte und Epochenheft wurden von einem Autor dieses Textes veröffentlicht. Abrufbar unter http://wp.me/p26qB1-1g). Dazu kam, dass jeder von uns viele neue Erfahrungen gemacht hatte, die man nicht mehr missen möchte. Das Landvermessungspraktikum wird uns allen wohl in guter Erinnerung bleiben. Beenden muss man diese kleine Zusammenfassung wie Herr Grebe in seinem Schlempen Blues, den er uns am Abschlussabend vortrug. „Ich sag’s euch: Es war „rischtisch geil“.

Am Ende der Klasse 10 hatten wir (die Klasse 10) das Landvermessungspraktikum (Bericht). Dazu haben wir uns erst theoretisch mit der Landvermessung beschäftigt und haben dann in etwas unter zwei Wochen ein circa 225 m × 265 m (59 625 m²) großes Gebiet in Furtwangen vermessen. Untergekommen sind wir in dieser Zeit im Freizeitheim Schlempen. Anschließend hat jeder Schüler eine Karte auf Grundlage der gemessenen Daten gezeichnet.

Hier ist meine Karte

Der selbe Kartenausschnitt von OpenStreetMap, sah zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blog Beitrages etwas weniger detailliert aus (kann sich ja noch ändern …), von den Kartendaten von Google Maps mal ganz zu schweigen.

Hier ist mein Epochenheft zu der Epoche: landvermessungspraktikum.pdf.

Die Abbildungen 8 und 11 bis 17 sind mit dem Paket TikZ erstellt. Einheiten sind mit dem Paket siunitx gesetzt.

Hier also das erste Epochenheft. So wie es jetzt (nach 610 Tagen) ist, sah es natürlich noch nicht aus, als ich es abgegeben habe. Ich habe im Nachhinein die schlimmsten Fehler behoben (hauptsächlich Typografische), aber bin mir dessen bewusst das dieses Dokument noch nicht ganz optimal ist, aber ich denke es dürfte brauchbar sein.

Thema war hauptsächlich Stöchiometrie und die moderne Formelsprache.

chemie-k10.pdf

Die Grafiken sind mit TikZ (sehr Mächtiges Grafik Paket) oder der picture Umgebung entstanden.

In den folgenden (Chemie) Dokumenten habe ich das Paket mhchem (\ce{NH3}) und nicht mehr den Mathematik-Modus ($NH_3$) von LaTeX benutzt. Somit sind die Formeln für chemische Verbindungen nicht mehr kursiv (das wäre natürlich auch mit $\mathrm{NH_3}$ möglich gewesen). Außerdem macht es mhchem sehr leicht chemisch Formeln einzugeben, da es beispielsweise die 3 bei NH3 automatisch tiefstellt ohne das man dies explizit angeben müsste.